Umzug

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So gelingt der Seniorenumzug

Veröffentlicht am 1. Januar 2026

Mehrere gepackte Umzugskartons in leergeräumtem Wohnzimmer – Vorbereitung auf einen Umzug

Inhaltsverzeichnis

Schritt-für-Schritt-Vorgehen

  1. Bedarf klären

    Bestimmen Sie den Grund des Umzugs, die Zielwohnform, den gewünschten Zeitpunkt und den benötigten Hilfeumfang.

  2. Zielwohnung prüfen

    Prüfen Sie die Barrierefreiheit, die Lage zu Ärzten und Einkaufsmöglichkeiten sowie die Nähe zu wichtigen Bezugspersonen.

  3. Rollen festlegen

    Legen Sie verbindlich fest, welche Aufgaben Angehörige übernehmen, welche das Umzugsunternehmen ausführt und was ggf. der Sozialdienst koordiniert.

  4. Aussortieren und Erinnerungen sichern

    Behandeln Sie Erinnerungsstücke respektvoll und halten Sie bedeutsame Objekte bei Bedarf in Fotos oder Notizen fest. Sortieren Sie den Haushalt nach einem klaren System: behalten, verschenken, verkaufen oder entsorgen.

  5. Umzugsunternehmen kontaktieren

    Kontaktieren Sie ein Umzugsunternehmen, welches auf Seniorenumzüge spezialisiert ist.

  6. Formalitäten erledigen

    Klären Sie rechtzeitig Vertragskündigungen oder Vertragsumstellungen, Versicherungen, behördliche Ummeldungen sowie den Nachsendeauftrag. Auf Wunsch übernehmen wir die Ummeldung wichtiger Verträge für Sie.

  7. Umzugstag

    Halten Sie am Umzugstag eine Notfallmappe mit Ausweis, Medikamenten und Kontaktdaten jederzeit griffbereit. Organisieren Sie eine verlässliche Begleitperson als Unterstützung.

  8. Ankommen organisieren

    Sorgen Sie für ein möglichst stressfreies Ankommen, indem die wichtigste Grundausstattung wie ein gemachtes Bett, Hygieneartikel, Getränke sowie kleine Mahlzeiten, ausreichende Beleuchtung, Wechselkleidung und regelmäßig benötigte Medikamente sofort bereitliegt und nutzbar sind.

Häufige Fehler – und wie Sie vermieden werden

Zu spät beginnen
Beginnen Sie den Seniorenumzug frühzeitig, erstellen Sie einen Wochenplan und definieren Sie klare Zuständigkeiten, damit alle Aufgaben rechtzeitig erledigt werden.

Alles selbst stemmen wollen
Vermeiden Sie Überlastung, indem Sie Traglast, Demontage und Arbeiten auf der Leiter an Helfer oder professionelle Umzugsunternehmen delegieren.

Unklare Kommunikation
Halten Sie Wünsche, Tempo und Prioritäten der Senioren schriftlich fest, damit alle Beteiligten dieselben Erwartungen haben und der Umzug stressarm verläuft.

Fehlende Belege
Sammeln Sie konsequent Angebote, Rechnungen und Überweisungsnachweise, um später Zuschüsse zu beantragen oder Kosten steuerlich geltend zu machen.

Zielwohnung nicht geprüft
Prüfen Sie die neue Wohnung frühzeitig auf Barrieren, schlechte Beleuchtung und Sturzrisiken und planen Sie notwendige Anpassungen vor dem Umzug ein.

Was können Angehörige sinnvoll übernehmen?

Sie können sortieren, Dokumente bündeln und den Umzugstag begleiten. Schwere Arbeiten wie den fachgerechten Ab- und Aufbau der Möbel oder die Montage der Küche sollten Sie vom Umzugsunternehmen erledigen lassen.

Wenn möglich sollte der Umzug außerhalb belastender Phasen (Krankheitsschübe, extreme Witterung) stattfinden. Sie sollten frühzeitig planen, Puffer lassen und medizinische Termine berücksichtigen.

Pflegebedürftige können gemäß § 40 SGB XI Zuschüsse für Umzüge beantragen. Weitere Unterstützungen sollten vorab erfragt und geklärt werden.

Fazit

Ein Seniorenumzug gelingt, wenn Gesundheit, Sicherheit und die persönlichen Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen, gestützt durch klare Rollen, realistische Etappen und belastbare Absprachen. Prüfen Sie mögliche Zuschüsse rechtzeitig, dokumentieren Sie alles sauber und holen Sie sich spezialisierte Hilfe, wo es sinnvoll ist. So wird der Umzug für alle Beteiligten spürbar leichter.